Werner Aisslinger gilt als einer der wichtigsten Designer der Gegenwart. Nun hat er für und mit NOMOS Glashütte eine Uhr entworfen: Autobahn.

Autobahn ist eine völlig neue NOMOS-Uhr. Der Designer sagt: „Mein Ziel war, einen Archetypus zu schaffen."

Eigenständig, entschieden, klar: Autobahn überzeugt in allen Details. Uhrmacherkunst aus Glashütte kombiniert mit perfekter neuer Gestaltung.

Werner Aisslinger und seine Partnerin Tina Bunyaprasit besprechen mit NOMOS-Designer Thomas Höhnel (rechts) Gehäusedetails der neuen Uhr.

» Ich liebe Geschwindigkeit« Werner Aisslinger, Designer des Modells Autobahn

Warum heißt diese Uhr Autobahn?

Sie ist rasant, sportlich, ein Ding mit Kraft – ohne laut zu sein. Autobahn erinnert mich an alte Sportwagen. Heute gibt es sicherlich zeitgemäßere Arten der Fortbewegung, aber alte Autos und ihre Formen, ihre Verarbeitung faszinieren mich. Und: Ich liebe Geschwindigkeit.

Was macht diese Uhr aus?

Am auffälligsten ist vielleicht die Tiefe des Zifferblattes. Sein Rand ist gewölbt wie die Nordkurve der Berliner Avus – oder auch der Kotflügel eines alten Silberpfeils. Mit sanftem Schwung geht er ins Blatt über. Und auch die kleine Sekunde wiederholt diese Kurven. Aber natürlich spielen auch die Typografie, der Leuchtring, das gestreckte Datumsfenster eine wichtige Rolle. Letzteres erinnert mich an den Kilometerzähler. Das vielleicht Wichtigste ist jedoch diese superperfekte Herstellung.




Autobahn, Tacho, Nordkurve: Ihre Uhr ist ein männliches Modell?

Naja: Die Kurve, die Autobahn – diese Dinge sind ja auch weiblich und sicherlich hat meine Uhr Chancen bei selbstbewussten Frauen. Meine Partnerin Tina Bunyaprasit, die ja mit mir an der Uhr gearbeitet hat, wird sie auch tragen. Dennoch, ja, meine Uhr ist schon eher etwas für Männer, denn das Gehäuse ist ja groß, die Uhr ist sehr markant.

Hat eigentlich die Automobilindustrie Sie schon mal gebeten, ein Fahrzeug zu entwerfen?

Noch nicht, nein. Aber immerhin nun die Uhr Autobahn. Finde ich fast besser.

Noch als Student der UdK Berlin arbeitete Werner Aisslinger für Ron Arad und Jasper Morrison in London und Michele de Lucchi in Mailand. 1993 gründete er studio aisslinger in Berlin, seit 2008 unterhält er ein zweites Büro in Singapur. 1998 wurde Aisslingers Juli Chair für die permanente Kollektion des Museum of Modern Art in New York ausgewählt, als erster deutscher Stuhl seit 1964. Seine Möbel sind zudem im Fonds national d'art contemporain in Paris, dem Victoria & Albert Museum London und der Neuen Sammlung in München zu sehen. Aisslingers nomadischen Architekturmodule wie der Loftcube sind Wegbereiter eines neuen Lebensgefühls geworden. Aisslinger erhielt zahlreiche Designpreise wie den Compasso d'Oro in Italien, den Designpreis Deutschland und den Good Design Award des Chicago Athenaeum. 2014 wurde ihm der Titel „A&W Designer of the year“ verliehen. Seit dem Jahr arbeiten Werner Aisslinger und seine Partnerin Tina Bunyaprasit auch für und mit NOMOS Glashütte.