Ein bisschen hätten Uhrenarmbänder Grund, blass zu werden vor Neid – stets geht es um Uhren, Werke, Gläser, Zifferblätter. Doch an sich: Es hängt viel am Band! Was genau ist also das Besondere an den Armbändern unserer Uhren: Wo kommen sie her, wie werden sie gefertigt, aus welchen Materialien werden sie gemacht?

Ganz neu sind bei NOMOS Glashütte Bänder aus Edelstahl: superrobust, langlebig, auch bei 40 Grad im Schatten kühl, für den Sprung ins Meer bereit und von exzellentem Tragekomfort. Zwei Bänder aus Edelstahl gibt es bei NOMOS Glashütte: ein feineres Metallband – elegante Alternative zu Leder – sowie das Metallband Sport aus superflachen (und doch massiven), im Nut- und Federverfahren zusammengefügten Gliedern aus Edelstahl.

Besonders schön sind auch die Schließen dieser Bänder: Das Metallband lässt sich dank des eleganten Schiebeverschlusses schnell auf die richtige Länge einstellen. Beim Metallband Sport ist dies durch das Entfernen oder Hinzufügen einzelner Elemente möglich, für kleine Größenanpassungen (etwa im Sommer oder nach Weihnachten, wenn das Handgelenk ein klein wenig zu- oder abnimmt) genügt die Schnellverstellung, über die die Faltschließe dieses Bandes verfügt.

Sorgt für maximale Sicherheit: die elegante NOMOS-Faltschließe am Metallband Sport.

Enger, weiter? Mithilfe eines Schraubendrehers lässt sich die Länge des Metallbands Sport beliebig einstellen.

Im Detail: das Band aus Edelstahl mit allem Drum und Dran

NOMOS-Bänder aus Metall, Leder und Textil; aus Chicago, den Alpen, einer französischen Weberei – welches hätten Sie gern?

Für die meisten Bänder allerdings verwendet NOMOS Glashütte das berühmte Horween Genuine Shell Cordovan – kein einfaches Pferdeleder wie man es auch etwa von manchen Schuhen kennt. Sondern Leder vom Shell: von jener kleinen Stelle am Hinterteil, wo das Tier weder mit Zähnen noch dem Schweif hinkommt, um Fliegen zu vertreiben. Daher (damit eben die Fliegen das Pferd nicht kitzeln können) ist hier das Leder besonders dick, dicht und reich an Fett und auch außerordentlich haltbar. Dieses Leder bezieht NOMOS Glashütte aus Chicago, von der über 100 Jahre alten Gerberei Horween, die auch das Leder für den Super-Bowl-Football stellt. In dieser traditionsreichen Gerberei am Chicago River werden Häute von Hand zugeschnitten, gegerbt, geölt und mehrfach mit schweren Walzenstößen glanzgestoßen. Ein aufwendiger Prozess, der heute noch abläuft wie vor hundert Jahren. Doch lohnt die monatelange Mühe: Die Armbänder halten länger als alle Lederbänder, die NOMOS Glashütte finden konnte.

Qualitätskontrolle: Auch das ist Handarbeit, überprüft wird jedes Detail – hier etwa die Seitennaht der zukünftigen Armbänder aus Horween Genuine Shell Cordovan.

Die wunderschönen Riemen, die dem Pferd ein zweites Leben schenken, gibt es in verschiedenen Versionen: mit Schnittkante, rembordiert und bombiert. Bei den rembordierten Bändern wird das Oberleder um die Seitenkante gelegt und mit dem Unterleder vernäht. Dies verhindert, dass Feuchtigkeit und Schmutz eindringen, das Band wird so noch robuster. Die Bänder der Goldmodelle sind außerdem fein gepolstert, was ihnen zusätzliche Stabilität und dem Träger erhöhten Komfort bietet. Man nennt dies bombiert.

In der Horween Leather Company: Die einzelnen Shells liegen bereit zur Weiterverarbeitung.

Nach dem Gerben wird das Shell zugeschnitten – nur der beste Teil des Pferdeleders wird verwendet.

Doch damit ist noch nicht Schluss. Für zartere Handgelenke hat NOMOS Glashütte kleinere Uhren – und eben auch ein passendes Band. Dieses ist aus Veloursleder, daher auch optisch zarter, und ebenfalls von bester Provenienz: In Bayern gegerbt, stammt dieses Leder von Alpenkälbern. Auch das helle Band aus Rindsleder, das etwa neomatik-Modelle mit champagnerfarbenem Zifferblatt schmückt, kommt aus dem Süden Deutschlands, ist rein pflanzlich gegerbt, umwelt- und allergiefreundlich. Und wie einige Bänder aus Horween Genuine Shell Cordovan ist auch dieses rembordiert.

Diese Bänder aus Horween Genuine Shell Cordovan und hellem Rindsleder sind rembordiert – und damit besonders robust.

Wer weder Leder noch Metall wünscht, für den gibt es in Frankreich auf Maß gewebte NOMOS-Bänder aus Textil. Schön, schnell trocknend, von höchstem Tragekomfort. Während die Oberseite mit gröberer Struktur allen Widrigkeiten trotzt, schmiegt sich die feiner gewebte Unterseite sanft ans Handgelenk: hinreißend reißfest.

Und schließlich: die Schließen

Wie die Uhren sind auch NOMOS-Schließen aus Edelstahl, sogenanntem Chirurgenstahl 316L. Für NOMOS-Golduhren gibt es Schließen in Rosé- bzw. Weißgold. Schwer elegant und quasi eine Hochsicherheitsschließe ist die NOMOS-Faltschließe, die es bis dato nur aus Edelstahl gibt. Sie ist separat erhältlich und passt an alle NOMOS-Lederbänder mit einer Anstoßbreite von 17 bis 20 Millimetern.

Das richtige Band für Ihre Uhr, Ihr Handgelenk? Finden Sie hier.

Auf Nummer sicher: Mit der NOMOS-Faltschließe aus Edelstahl wird das Lederband der Uhr nie komplett geöffnet, beim Aufklappen verlängert sich alles nur um einige Zentimeter.

VERÖFFENTLICHUNG: Mai 2019
TEXT: NOMOS Glashütte
BILDER: 1. NOMOS Glashütte/Sebastian Asmus, 2.–3. NOMOS Glashütte/Holger Wens, 4. NOMOS Glashütte, 5. NOMOS Glashütte, 6. Fluco, 7.–8. NOMOS Glashütte/Sebastian Asmus, 9.–10. NOMOS Glashütte