Liebe Freundinnen und Freunde von NOMOS Glashütte, verehrte Kundinnen und Kunden,

politisch zu sein, ist nicht unsere erste Aufgabe; wir sind ein Hersteller mechanischer Uhren. Da wir uns aber nicht wegducken wollen und klar gegen Hass und Gewalt und den Radikalisierungsprozess in unserem Land sind, waren wir in den vergangenen Tagen in vielen Medien ein Thema. Die Berichterstattung des „Spiegel“ dieser Woche ist vielleicht nur ein vorläufiger Höhepunkt. Derlei sorgt für viel Lob und Anerkennung, wofür wir uns bei allen Absendern bedanken. Aber immer sorgt derlei auch für ordentlich Gegenwind. Da wir bei NOMOS Glashütte nun mit „Open Saxony“ Workshops gegen Rassismus anbieten, wird uns unter anderem vorgeworfen, dass wir „politische Indoktrination à la DDR“ veranstalteten. Dies ist, natürlich, falsch.

Was wir veranstalten, sind Workshops, in denen die freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam schwierige Situationen besprechen und Faktenchecks vornehmen. Denn der Umgang mit Rechten kann verunsichern, ihre Polemik Angst machen. Es geht in diesen Workshops auch um die Frage, was unsere Demokratie ausmacht, was wir ihr verdanken.

Unser Standpunkt ist: Wir alle sollten die Demokratie, für die 1989 insbesondere bei uns in Sachsen gekämpft wurde, verteidigen. Sie ist die Grundlage für alles, was wir hier tun. Glashütte, wie wir es heute kennen, wäre nicht ohne die Wende, ohne Freiheit und Demokratie. Wir würden nicht unsere schönen Uhren in alle Welt verkaufen. Hinzu kommt: Wir haben Kolleginnen und Kollegen, die gegebenenfalls schutzbedürftig sind – Kolleginnen und Kollegen, die aus der Perspektive von vielen Rechten in unseren Reihen nichts zu suchen haben. Wir aber sagen: Alle gehören zu uns.

NOMOS Glashütte ist weder links, noch rechts. Wir sind für Demokratie, stehen für Weltoffenheit und Toleranz. Und wir wollen vorbauen: Ein Klima von Intoleranz und Rassismus werden wir bei NOMOS Glashütte nicht dulden.


Mit besten Grüßen
die Geschäftsleitung

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